Seit Anfang März wird von einem gehäuften Meisensterben berichtet. Auch in Ortenberg sind uns diesbezüglich Totfunde gemeldet worden.

Der NABU hat jetzt für Meldungen eine eigene Seite mit Formular eingerichtet

https://nabu.de/meisensterben

Bitte melden Sie Meisenfunde nur noch dort, da somit die Meldungen in eine zentrale Datenbank einfließen.

Es liegt nahe, dass es sich um eine für die Vögle hoch ansteckende Infektionskrankheit handelt. Von daher bitten wir darum die Fütterung und auch die Tränkung einzustellen.

Einsendung toter Vögel

Noch ist unbekannt, was die Blaumeisenkrankheit auslöst. Es könnte ein Virus sein, aber auch andere Krankheitsauslöser sind möglich. Zur Ursachenfindung ist eine veterinärmedizisiche Untersuchung tot aufgefundener Blaumeisen dringend notwendig. Diese Untersuchungen nehmen das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg (BNI) oder die zuständigen Kreisveterinärämter vor. Das BNI sammelt bundesweit alle Untersuchungsergebnisse und wertet sie aus.

Bitte unterstützen Sie die wissenschaftliche Untersuchung toter Vögel durch das Einsenden toter Vögel. Die Vögel sollten baldmöglichst eingesammelt und entweder tiefgefroren oder frischtot eingeschickt werden. Bitte beachten Sie dazu folgende Punkte:

  • Da die Ursache des Blaumeisensterbens bisher unbekannt ist, kann eine Infektionsgefahr von den Vögeln ausgehen. Zum Hantieren mit toten Vögeln wird grundsätzlich das Verwenden von Handschuhen oder einer umgestülpten Plastiktüte sowie eine anschließende Händereinigung empfohlen.
  • Tote Vögel sollten direkt an das BNI in Hamburg oder nach vorheriger Rücksprache an das zuständige Kreisveterinäramt geschickt werden.
  • Sorgen Sie bitte für einen zügigen Versand und eine sichere Verpackung! Idealerweise sollten die Vögel mit einem Tiefkühlakku versehen, gut gepolstert und wasserdicht verpackt versendet werden. In den Sommermonaten ist eine Isolation mit Styropor sinnvoll.
  • Es empfiehlt sich besonders vor Wochenenden die Einsendung mit dem BNI oder den Untersuchungsämtern vorab telefonisch abzustimmen.
  • Ist ein sofortiger Versand nicht möglich, müssen die Vögel bis zum Versand gut verpackt tiefgefroren aufbewahrt werden.
  • Einsender sollten auf der Verpackung den Schriftzug „Freigestellte veterinärmedizinische Probe“ anbringen. Um die Proben unter den ebenfalls eingesandten Usutu-Verdachstfällen (meist Amseln) priorisieren zu können, ergänzen Sie bitte das Stichwort „Blaumeise“.
  • Fügen Sie Ihrer Sendung genaue Informationen zum Absender sowie zu Fundort (mit PLZ) und Funddatum bei.
  • Leider können keine Versand- und andere Unkosten erstattet werden. Wie zahlreiche Mitmenschen unterstützen Sie mit ihrer Zuarbeit jedoch die Erforschung des Blaumeisensterbens tatkräftig!
  •  Die Untersuchung der eingesandten Vögel wird vom BNI kostenlos vorgenommen, und selbstverständlich erhält jeder Einsender vom BNI eine Rückmeldung über das Resultat der virologischen Untersuchung.

Untersuchungsstelle für Vogel-Viren:

Dr. Jonas Schmidt-Chanasit
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Bernhard-Nocht-Straße 74
20359 Hamburg
Tel. 040-42818-862, Fax 040-42818-941
luehken@bnitm.de

In der Regel nehmen Untersuchungsämter aller Bundesländer die Tiere an und leiten diese weiter. Privatpersonen können den Amtstierarzt des Kreises aufsuchen, der üblicherweise die toten Vögel über die Amtsstelle an das jeweilige Untersuchungsamt leitet.