Jahresausflug der NABU- und Vogelschutzgruppen in den Bienwald

Jahresausflug der NABU- und Vogelschutzgruppen in den Bienwald

Jahresausflug der NABU- und Vogelschutzgruppen in den Bienwald

Ziel des Jahresausflugs der Ortenberger NABU- und Vogelschutzgruppen war der Bienwald in der Südpfalz an der Grenze zu Frankreich, ein Waldgebiet von ca. 120 Quadratkilometern, das im UNESCO Biosphärenreservat Pfälzerwald und der/Nordvogesen liegt.

Eine Gruppe von 45 Personen aller Altersgruppen fuhr am Samstag, den 25. August 2018, mit dem Bus Richtung Pfalz durch die Rheinebene, die vom Gemüse, Obst- und Tabakanbau geprägt ist und im Übergang zum Pfälzer Wald vom Weinbau abgelöst wird. Entlang der Südlichen Weinstraße waren auf den Höhen das Hambacher Schloss und die ehemalige Sommerresidenz des bayrischen Königs Ludwig I. Schloss Villa Ludwigshöhe inmitten der Weinberge zu erkennen.

Der Tourenführer, Prof. Horst Taraschewski, Leiter der Arbeitsgruppe Ökologie und Parasitologie der Universität Karlsruhe, erwartete die Gruppe am Rande des Bienwaldes. Der Biologe und Zoologe führte die Gruppe sachkundig und sehr informativ. Er stellte den Bienwald als Waldgebiet vor und erläuterte ein sehr erfolgreiches Projekt über die Wiederansiedlung des Storchs durch den lokalen Storchenverein, den er mitbegründet hatte und 25 Jahre lang leitete. Eindrucksvoll war der Vergleich von zwei Wiesenflächen, die der Verein im Jahr der Vereinsgründung gekauft hatte. Eine Wiesenfläche, die nie gedüngt worden war, bestand aus einer vielfältigen Pflanzengesellschaft, die zahlreichen Tierarten einen Lebensraum bot, die andere war bis vor 25 Jahren als Weide genutzt und regelmäßig gedüngt worden. Auch nach einem Vierteljahrhundert enthielt der Boden dieses Wiesengeländes noch so viel Dünger, dass im Vergleich zur ersten Wiesenfläche dort heute nur wenige Pflanzenarten wachsen.

Nach dem Rundgang kehrte die Gruppe zum Mittagessen in der historischen Bienwaldmühle an der Lauter ein. Wer Lust hatte konnte noch an einer kleinen Bachwanderung in der Lauter teilnehmen. Das Besondere sind der Untergrund aus feinstem Sand, den die Lauter aus dem Gebirge mitbringt und dort auf einer Strecke von 2 Kilometern ablagert sowie die Möglichkeit, mit einem Bein in Deutschland zu stehen und mit dem anderen in Frankreich, da die Lauter der Grenzfluss zwischen beiden Ländern ist.

Während es am Vormittag immer wieder etwas getröpfelt hatte, bot sich das elsässische Städtchen Wissembourg/Weißenburg mit seiner malerischen Altstadt am Nachmittag im Sonnenschein von seiner schönsten Seite. Es bestand die Möglichkeit, einen kleinen Stadtbummel zu machen oder gemütlich in einem Café bei Kaffee und Kuchen zu sitzen. Mit einem Touristenbähnchen fuhr die Gruppe von Weißenburg durch die Weinberge zum Deutschen Weintor in Schweigen, wo die Deutsche Weinstraße in die Elsässische Weinstraße übergeht. Von dort brachte der Bus die Ausflügler wieder zurück nach Ortenberg.

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