Das Salz und die Kelten

Das Salz und die Kelten

Frankfurter Archäologiestudentinnen und -studenten auf dem Salzwiesenrundweg bei der Betrachtung des Wiesengeländes mit der Salzquelle und dem Gelände der Salzwiese

Bereits im Mai diesen Jahres besuchte eine Gruppe Studenten vom Institut für Archäologische Wissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Institut die Salzwiesen von Selters zusammen mit der Seminaleiterin Dr. Astrid Stobbe und dem Leiter des Forschungszentrums der Keltenwelt am Glauberg Dr. Axel Posluschny.

Treffpunkt war das NABU Haus “An den Salzwiesen” in Selters. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Referat eines Studenten über die Salzquellen der Wetterau, deren Ursprung und ihrer kulturgeschichtlichen Bedeutung für die Menschen aus der Gegend. Dabei wurde deutlich, dass die Salzquelle in Selters für die Kelten auf dem Glauberg das nächstgelegene Salzvorkommen war.

 

Nach dem Vortrag ging es dann gemeinsam  auf dem Salzwiesenrundweg bis in die Nähe der Salzquelle. Zu den Pflanzen, die am Wegesrand wachsen, gab es botanische und kulturhistorische Erläuterungen. Ein Betreten der Fläche war wegen der Brut- und Setzzeit allerdings nicht möglich. Deutlich konnte man aber vom Wegesrand erkennen, wie sich die Salzwiese vom übrigen Gelände abhebt. 

Wie die Sole schmeckt konnten die Teilnehmer dann an der Beneditkusquelle erfahren. Wasserproben vom Brunnen selbst, der Nidder und aus einem Wiesengraben wurden entnommen und sollten am Nachmittag auf dem Glauberg eine Rolle spielen.

Mittels nachgebauten Salzsiedeöfen, wie sie die Kelten bereits verwendeten, sollte das Salz gewonnen werden. Doch die eigens angefertigten Keramikgefäße hielten der Hitze des Feuers nicht stand und platzen. Ersatzweise wurden dann Metallgefäße verwendet und aus der mitgebrachten Sole konnten rund 140 Gramm Salz gewonnen werden.

Für alle drei beteiligten Institutionen war es eine gelungene Veranstaltung, welche in Zukunft regelmäßig für die Archäologiestudentinnen und -studenten im Rahmen ihres Studiums angeboten werden soll. Eine Zusammenarbeit zwischen der Johann Wolfgang-Goethe-Universität, dem Forschungszentrum der Keltenwelt am Glauberg und dem Nabu Ortenberg mit seinem neuen Informationszentrum wird dabei angestrebt und ist auf dem besten Weg verwirklicht zu werden.

 

 

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