Ergebnis der Jahreshauptversammlung

Ergebnis der Jahreshauptversammlung

Ergebnis der Jahreshauptversammlung

Positionswechsel

Die Jahreshauptversammlung des NABU Ortenberg ergab eine neue Zusammensetzung des geschäfts-führenden Vorstandes.  Der langjährige Vorsitzende Dr. Sven Weidemeyer stellte sein Amt zur Verfügung, sein Wohnsitz in Berlin erlaubt keine ausreichende Präsenz vor Ort.

Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde der bisherige Stellvertreter Dietmar Wäß gewählt. Udo Schädel wurde neuer 2. Vorsitzender, Weidemeyer nimmt nun einen Beisitzerplatz ein.  Der Vorstand wurde auf  13 Personen erweitert.

Aktivitäten
Weidemeyer berichtete vorab vor zahlreichen Mitgliedern über die vielen Aktivitäten des Vereins im abgelaufenen Jahr. So wurde z.B. wieder der alljährliche Gehölzrückschnitt im NSG Kaolingrube gemacht sowie Erdarbeiten mit einem Minibagger, um die Lebensbedingungen für Gelbbauchunken zu verbessern. Hier findet seit 3 Jahren ein Wiederansiedlungsprojekt dieser seltenen Amphibienart statt, die vom Zoo Frankfurt und der Unteren Naturschutzbehörde unterstützt wird.

Der Verein hat weiterhin zahlreiche Veranstaltungen zu Naturschutzthemen durchgeführt, u.a. ein Vortrag zum Vogel des Jahres „Der Habicht“, eine Füh-rung zum Thema „Stunde der Gartenvögel“, einen Fotokurs, einen Sensenkurs, eine Vogelstimmenwanderung in Zusammenarbeit mit der Natur- und Vogelschutzgruppe Bergheim sowie die „Wetterauer Batnight“ rund um das Thema Fledermäuse. Ein Sommer- und Winterfest sowie Teilnahme an der 750-Jahr-Feier der Stadt Ortenberg und ein großer Infostand beim Ortenberger Gärtnermarkt waren weitere Highlights. 

Ziegenprojekt
Bernd Vielsmeier berichtete über den aktuellen Stand des Ziegenprojektes. Der NABU Ortenberg ist seit diesem Jahr stolzer Besitzer einer kleinen Gruppe der Rasse Thüringer Waldziege. Diese sollen in der naturnahen Landschaftspflege eingesetzt werden, insbesondere zur Entbuschung verwilderter Grundstücke.  Interessierte Grundstücksbesitzer können sich dazu beim NABU melden. Im Moment werden noch Zaunmaterialien und ein Weideunterstand beschafft, dazu wurde ein Zuschuss des Wetteraukreises bewilligt.

Jugendgruppe
Es gibt darüber hinaus eine NAJU-Kindergruppe, die sich einmal monatlich unter der Leitung von Sabine Strobel  und weiteren Helfern trifft. Strobel berichtete von den vielen verschiedenen Aktionen mit bis zu 19 Kindern, u.a. um Tümpel für Amphibien auszuheben, Nisthilfen für Vögel zu bauen, Naturerlebnisse und Badespaß an der Nidder  sowie einer erfolgreichen Halloweenfeier im November. Der Verein ist stolz auf seine Nachwuchsarbeit.

Der Vereinsrechner Heinrich Adolf Suhl spiegelte durch seinen Bericht die vielfältigen Aktivitäten des Vereins wider und konnte eine solide Kassenführung nachweisen.

Projektvorstellung NABU Info- und Mitmachzentrum

Udo Schädel berichtete von den großen Zukunftsplänen des NABU Ortenberg.  Aus einer Stammtisch-Idee könnte ein Großprojekt entstehen. Aus dem geräumigen Haus und den ca. 2 Hektar Land um das Vereinsheim soll nämlich in 3 bis 4 Jahren ein NABU Info- und Mitmachzentrum entstehen, etwas Einzigartiges in der Wetterau. Das Ziel ist auch eine touristische Ausrichtung, interessierte Besuchergruppen  könnten hier u.a. reichliche Informationen zur Auenlandschaft Wetterau erfahren erhalten oder Führungen in das Naturschutzgebiet „Salzwiesen von Selters“ mitmachen. Derzeit werden hierzu Planungsunterlagen von einer Projektgruppe des Vereins erarbeitet. Doch wie soll das finanziert werden, wurde aus dem Publikum gefragt?

Die Wirtschaftsförderung Wetterau brachte hierzu bei Vorgesprächen die Fördermöglichkeiten von LEADER ins Spiel, eines EU-Förderprogrammes  für strukturschwache Gebiete, wozu auch Ortenberg zählt. Zusammen mit der Stadt Ortenberg wird nun daran gearbeitet, dies in Angriff zu nehmen. Schädel lud alle Anwesenden zum Mitmachen ein, wenn das Projekt bewilligt werden sollte.

Mitgliederzuwachs
Wäß berichtete zum Schluss über die überaus positive Mitgliedersituation des NABU Ortenberg. Viele neue Mitglieder konnten bei der zuletzt durchgeführten Werbeaktion, aber auch durch die sehr vielfältigen Veranstaltungen und Feste der Gruppe hinzugewonnen werden. Viele Menschen sehen, dass der Verein wichtige und drängende Naturschutz- und Umweltprobleme aufgreift und möchten dies unterstützen. So wurde gerade die 250-Mitglieder-Marke erreicht, was für den neuen Vorstand ein großer Ansporn für die Zukunft darstellt.