Amphibienschutzzaun

Amphibienschutzzaun

Amphibienschutzzaun

Die NABU Gruppe Ortenberg betreut seit 2005 an der K 217 am Ortsausgang von Ortenberg in Richtung Usenborn einen mobilen Amphibienschutzzaun. Im Bereich der Kaolingrube wandern im zeitigen Frühjahr zahlreiche Amphibien zu ihren Laichgewässern in der sogenannten Sandkaute.

Vor allem Erdkröten, aber auch Grasfrösche und Teich- und Bergmolche müssen auf ihrem Weg dabei die Straße überqueren. Ohne Schutzmaßnahmen würde das für viele von ihnen den sicheren Tod bedeuten. Vor allem die Männchen der Erdkröten verweilen oft auf der Straße um nach Weibchen Ausschau zu halten. Daher sollten Autofahrer in den Abendstunden und Nächten im Frühjahr hier und an anderen Stellen mit Amphibienwanderungen besondere Rücksicht walten lassen. Das Problem hierbei ist, dass es nicht ausreicht, wenn man den Amphibien mit den Reifen ausweicht. Vielmehr sollte man sie bei zu hoher Geschwindigkeit auch nicht zwischen den Reifen unter das Auto bekommen, denn der Luftsog bei Geschwindigkeiten über 30 km/h hat tödliche Auswirkungen auf die empfindlichen Amphibien. Folglich müssen Autofahrer ihre Geschwindigkeit entsprechend reduzieren, um die Amphibien nicht zu gefährden.

Bevor die Wanderung startet wird der Zaun aufgebaut und bleibt solange stehen bis die Wanderungen zum Laichgewässer beendet sind. Der Zeitpunkt und die Zeitdauer können variieren. Bei abendlichen und nächtlichen Temperaturen über 5°C werden die Amphibien aktiv, vor allem wenn es dabei noch regnet. In den Abendstunden und am Morgen wird der Zaun, der die Amphibien vor der gefährlichen Straßenüberquerung abhalten soll, und auch der Straßenrand von ehrenamtlichen Helfern kontrolliert. Auch hier ist von Seiten der Autofahrer Rücksichtnahme gefordert um die Amphibienschützer nicht zu gefährden.

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