NABU bittet: Jetzt Schmetterlinge freilassen

NABU bittet: Jetzt Schmetterlinge freilassen

NABU bittet: Jetzt Schmetterlinge freilassen

Nicht nur wir Menschen sehnen uns nach einem langen Winter wieder nach Sonne und Wärme – auch die Schmetterlinge werden vom Frühling geweckt und erwachen aus der Winterstarre.

Bei uns sind es vor allem der “Kleine Fuchs” und das “Tagpfauenauge”, die jetzt an den Dachbodenfenstern oder auch manchmal an den Kellerfenstern hängen und ins Freie wollen.

Im Gegensatz zu Ihren Verwandten “Admiral” und “Diestelfalter” fliegen sie im Herbst nicht in den warmen Süden sondern überwintern hierzulande. Sie suchen im Herbst nach einer geschützten Stelle und gelangen so ins Dachgeschoss. Im Frühling streben die Tiere dann zum Licht, finden aber nicht mehr hinaus. Der Unterschlupf wird ihnen so zur Todesfalle. Verhilft man Ihnen nicht ins Freie, verhungern oder vertrocknen die Falter am Vorhang oder auf dem Fenstersims.

Das wäre nicht nur schade um diese Edelsteine unter den Insekten, sondern auch ein Verlust für Garten und Natur. Denn dann finden wir sie nicht einmal mehr am Sommerflieder, dem Hauptnahrungsstrauch unserer Edelfalter.

Meist hängen an den Fenstern oder Gardinen außer Schmetterlingen auch noch grünliche oder bräunliche, etwa 1,5 cm lange, schlanke Insekten mit zarten Flügeln. Dabei handelt es sich um die sehr nützliche Florfliege. Im Garten sind diese zarten Tiere sehr wichtige Helfer bei der Schädlingsbekämpfung, weil die Larven der Florfliegen massenhaft Blattläuse fressen. Wenn wir also dabei  sind, die Schmetterlinge freizulassen, sollten wir dabei auch gleich alle Florfliegen freilassen.

Für jeden, der ein Herz für die Natur hat, lohnt es sich in diesen Tagen also, einmal die Fenster des Dachbodens, Kellers oder Schuppens zu kontrollieren.