Pflanzaktion am Haus an den Salzwiesen

Pflanzaktion am Haus an den Salzwiesen

Pflanzaktion am Haus an den Salzwiesen

Blumenhaus Töpfer spendet eine Wildsträucherhecke

Am Samstag, den 01.03.14 trafen sich am NABU Haus An den Salzwiesen Mitglieder, um eine Wildsträucherhecke zu pflanzen.

Heimische Wildsträucher sind ein wichtiger Bestandteil naturnaher Gärten. Ein Wildstrauch bietet im Vergleich zu exotischen Sträuchern deutlich mehr Tieren Lebensraum, Unterschlupf und Nahrungsgrundlage im Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Fremdländische Ziergehölze und Nadelbäume sind für die heimische Tierwelt nur von geringem ökologischem Nutzen. Die Früchte des heimischen Weißdorns werden beispielsweise von 32 Vogelarten gefressen, die des nahverwandten nordamerikanischen Scharlachdorns jedoch nur von zwei Arten. Einige Wildstraucharten wie Hundsrose, Schlehen oder Weißdornarten haben außerdem Dornen, die nistende Tiere und insbesondere Vögel vor Fraßfeinden (z.B. Katzen) schützen. Im Dickicht der Sträucher wie Holunder, Weißdorn oder Pfaffenhütchen sind so Heckenbraunelle und Nachtigall zu finden. Im Herbst sorgen die bunten Beeren für einen reich gedeckten Tisch: Von Vogelbeere und Schwarzem Holunder ernähren sich beispielsweise jeweils über 60 Vogelarten. Aber auch viele kleine Säugetiere und selbst Fleischfresser wie Fuchs und Marder naschen gerne an den leckeren Früchten.

Für Insekten wie Blattläuse, Blattwespen oder Käfer sind  Wildsträucher ebenfalls die erste Wahl, wobei Weißdorn, Schlehe, Haselnuss oder Salweide die besonderen Favoriten sind. Der Blütennektar von letzterer ist besonders bei Bienen, Hummeln und Faltern (z.B. Tagpfauenauge, Zitronenfalter) begehrt. Heimische winterharte Wildsträucher sind im Vergleich zu exotischen Ziersträuchern deutlich unempfindlicher gegenüber klimatischen Ausschlägen, Krankheiten oder Schädlingen. Darüber hinaus benötigen sie keinen Dünger, kaum Pflanzenpflege und sind auch preiswerter in der Anschaffung als exotische Ziersträucher.

So wurden bei guter Stimmung 80 Heckenpflanzen gesetzt, der Arbeitseinsatz endete mit einem deftigen Mittagessen. Die NABU-Ortsgruppe Ortenberg bedankt sich beim Blumenhaus Töpfer für die großzügige Spende.

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